NAJU Kinderakademie Natur

In Neustadt an der Weinstraße werden wir in der ersten Woche der Sommerferien ein buntes Ferienprogramm für Kinder aus der Gegend anbieten.
Dabei steht jeder Tag unter einem anderen Motto. So werden wir zum Beispiel mit Wind- und Sonnenenergie experimentieren, Gewässer erkunden, Nistkästen bauen und bemalen und viele Spiele machen. Dies ist dabei jedoch noch lange nicht alles…

Kinder von 8 bis 12 Jahren sind herzlich willkommen, anmelden kann man sich über die Ferienhits-Broschüren der Stadt Neustadt bis zum kommenden Freitag.

Wir freuen uns schon!

Auf den Spuren der Kelten


Kinderfreizeit der Naturschutzjugend am Donnersberg

Die Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz (NAJU RLP) lädt vom 07.-10.06. über
Fronleichnam zur Kinderfreizeit „Kelten erleben“ im NABU Keltengarten in
Steinbach am Donnersberg ein.

Kindern zwischen 8 und 12 Jahren wird in diesen Tagen das Leben der Kelten
anschaulich näher gebracht. Neben den bekannten Galliern Asterix und Obelix
gibt es noch eine Menge über die Kultur der Kelten zu entdecken und vor
allem selbst auszuprobieren!

Wir werden gemeinsam keltische Gerichte am Lagerfeuer zubereiten und unsere
eigene Kleidung schneidern. Natürlich darf die Herstellung eigener Waffen,
z. B. Holzschilder oder Schwerter nicht fehlen! Wir wenden uns auch der
mystischen Seite und der Naturverbundenheit der Kelten zu: die Bedeutung
von Tiersymbolen und heiligen Bäumen, Keltentanz, Gesänge und
Nachtwanderung. Ein Besuch im Freilichtmuseum „Keltendorf“ veranschaulicht
uns das damalige Dorfleben. Natürlich wird es am letzten Abend einen
keltischen Festschmaus geben!

Der NABU Keltengarten am Donnersberg bietet mit seiner historischen
Vergangenheit eine unwiderstehlich authentische Kulisse mit ganz viel
Atmosphäre für das spannende Programm.

Macht mit und lasst euch an vier Tagen verzaubern von dem naturnahen und
ursprünglichen Leben der Kelten!

Kontakt und Anmeldung:

Naturschutzjugend (NAJU)
im Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

Ann-Sybil Kuckuk
Frauenlobstr. 15-19 55118 Mainz
Tel. 06131-1403926
E-Mail: info@naju-rlp.de < mailto:info@naju-rlp.de
und unter www.naju-rlp.de

Krötenretten im Kaltenbrunner Tal

In den warmen Händen fühlten die Kröten sich wohl

Am Donnerstagabend, den 29. März, machten wir uns zu neunt mit Taschenlampen und Eimern ausgerüstet auf den Weg ins Kaltenbrunner Tal in Neustadt.
Nachdem wir bereits beim Aufbau der Krötenzäune mitgeholfen hatten, sammelten wir nun in der Dämmerung die Kröten von den Wegen und aus den Eimern an den Krötenzäunen auf und brachten sie sicher in ihr Laichgewässer.
Am Ende des Abends konnten wir insgesamt 66 Kröten helfen.

Nistkastensäuberung und Vogelzählung

Pünktlich zum Start ins neue Jahr gingen wir am Sonntag, den 8. Januar, ausgerüstet mit Eimer, Spachtel, Leiter, Handschuhen, Ferngläsern und Bestimmungsbüchern in den Rosen- und Kriegergarten in Neustadt, um unsere eigene Nistkastenreihe auch dieses Jahr zu pflegen.
Dabei waren die sowohl die Kinder- als auch die Jugendgruppe und der NABU – Vielen Dank an Claudia! – vertreten.

Gemeinsam entleerten wir zunächst die Kästen, damit diese im neuen Jahr wieder durch Vögel besetzt werden. Anhand der Nester konnten wir feststellen, ob erfolgreich gebrütet wurde (keine Eier übrig, einige Daunenfedern, fertiggestelltes Nest) und teilweise auch, welche Vögel gebrütet haben.
Festgestellt haben wir, dass die Kästen am meisten durch Kohlmeisen besetzt wurden.
Leider wurden im Großen und Ganzen unsere Nistkästen weniger erfolgreich genutzt als im Vorjahr.
So wurden letztes Jahr alle bis auf ein Nistkasten mit ungünstiger Lage besetzt. In einem weiteren Nistkasten wurde zwar ein Nest gebaut, jedoch nicht darin gebrütet. Die anderen sieben Kästen wurden alle angenommen und es gab erfolgreiche Bruten.
Dieses Jahr waren neben dem Kasten mit schlechter Lage, den wir nun umhängen werden, jedoch zwei weitere Kästen leer und in einem nur ein angefangenes Nest.
Trotzdem wurden noch über die Hälfte der Kästen in diesem Stadtgebiet genutzt. :)

Neben den Nistkastenkontrollen zählten wir anlässlich der “Stunde der Wintervögel” vom NABU die Vögel in den beiden Parks.
Das ist unser Ergebnis:

1 Elster
1 Amsel
1 Blaumeise
1 Kleiber
1 Buntspecht
2 Kohlmeisen
2 Straßentauben
5 Ringeltauben

Wingertexkursion am 21.01.2012

Am frühen Samstagnachmittag machten wir uns gespannt auf den Weg zu einigen nahe gelegenen Wingerten, um unser Spezialgebiet „Die Weinrebe“ näher kennen zu lernen. Unser Exkursionsleiter ermöglichte uns einen kleinen Einblick in die Welt des Weinbaus.

Dafür überquerten wir zuerst eine Ausgleichsfläche, die wegen der landwirtschaftlichen Nutzung vorgeschrieben ist. Auch dort lassen sich regelmäßig einige interessante Tiere und Pflanzen finden. So gibt es auf der Ausgleichsfläche zum Beispiel viele Kaninchen, Singvögel, Elstern und ab und zu Fasane.

An den Weinreben angekommen, erfuhren wir zunächst etwas über die Zucht und den Anbau der Reben. So wird zuallererst die neue Rebe auf eine Wildrebe aufgepfropft und sechs bis acht Wochen im Treibhaus gezüchtet. Erst dann wird sie ins Freiland gesetzt, um dort weiter zu wachsen. Die Verbindung von Wildrebe und neuer Rebe hat das Ziel, Fraßschäden der Reblaus zu verhindern. Unsere heimischen Rebsorten können von der Reblaus ohne Weiteres angefressen werden, die mit Wildreben als Untersatz jedoch nicht.

Ist die Rebe mit der Wildrebe nun im Wingert gepflanzt, wächst sie kräftig bis Anfang August. Damit die Pflanze nun kontrolliert wächst und es eine ertragreiche Ernte im Herbst gibt, müssen die Reben bei Kälte geschnitten werden. Bei dem sogenannten Zapfenschnitt werden alle Triebe um den stärksten und längsten Trieb herum abgeschnitten, damit dieser sich voll und ganz entwickeln kann und später viele Trauben trägt. Dabei hat der Zapfenschnitt noch eine weitere Funktion: Durch das Abschneiden der anderen Triebe kommen letztendlich nicht zu viele Trauben auf eine Rebe und einen Wingert. Dadurch wird die Traubenmenge für die Ernte bei jedem Winzer begrenzt und die jeweilige Vermarktungsgrundlage der Winzergenossenschaft wird nicht überschritten.

Auf diese Art und Weise können viele verschiedene Rebsorten angebaut werden. Der Riesling, der Müller-Thurgau, der Silvaner, der Portugieser, der Dornfelder und der Gewürztraminer werden dabei als die wichtigsten Sorten angesehen. Natürlich gibt es noch viele weitere Rebsorten und Neuzüchtungen. In unserer Region gibt es circa 39 verschiedene Sorten und es wird immer wieder an Neuzüchtungen gearbeitet. Bis eine Neuzüchtung allerdings von jedem angebaut werden darf, vergeht einiges an Zeit. Zuerst trägt die neue Sorte anstatt von einem Namen nur eine Nummer und wird erst einmal 25 Jahre lang beobachtet bis die Behörden sie zum Setzen freigeben und sie einen Namen tragen darf.

Egal ob Riesling, Gewürztraminer oder Neuzüchtung, die Rebsorte muss neben dem richtigen Schneiden des Weiteren durch Düngung und die Bekämpfung von Schädlingen gestärkt und geschützt werden, um eine gute Ernte zu erreichen. Gefürchtete Krankheiten oder Schädlinge sind zum Beispiel der Grauschimmel, Ohrwürmer oder die bereits genannte Reblaus. Da Krankheiten und Schädlinge schnell auf weitere Reben übergehen können, rät unser Exkursionsleiter, die Reben zu spritzen.

Um das Wachstum und die Gesundheit der Reben zu fördern, kann man allerdings auch auf natürliche Weise düngen. So wird Humus verwendet und oftmals Edelrettich oder Roggen zwischen die Reben gesät. Dadurch kommt mehr Stickstoff in den Boden und der Boden um die Reben herum wird aufgelockert. April oder Anfang Mai wird des Weiteren eine Mischung aus Kali, Kalk, Stickstoff, manchmal Phosphat und neuerdings auch Schwefel in Körnchenform per Hand ausgestreut. In größeren Wingerten wird diese Mischung auch oftmals mit Hilfe einer Maschine mit einem Fass und einem Trichter herausgeschleudert und verstreut. Neben dem Düngen wird außerdem darauf geachtet, dass das Gras zwischen den Reben nicht zu nah an den Reben wächst, da es sonst den Rebwurzeln Wasser und Nährstoffe wegnehmen würde.

Wir durften am Ende der Exkursion feststellen, dass die Weinreben und der Weinbau ein recht komplexes, aber interessantes Thema sind. So verschafften wir uns im kalten Januarregen und -wind einen Überblick, der sich dennoch gelohnt hat. Nun möchten wir noch mehr über die Weinreben erfahren und sie über das Jahr beobachten.

Mit der NAJU im Wingert

Edelrettich lockert den Boden zwischen den Reben auf und spendet Stickstoff

NAJU Neustadt startet mit Nature’s 12 ins neue Jahr

Hallo!

Wir sind die NAJU Neustadt und werden mit diesem Blog und unseren Aktionen in den kommenden Monaten an der neuen Jugendkampagne Nature’s 12 teilnehmen.

Da wir an der Weinstraße leben, werden wir uns intensiv mit Weinbergen und den oftmals damit verbundenen Trockenmauern beschäftigen. In den Lebensräumen “Trockenmauer” und “Weinberg” haben wir bisher schon viele verschiedene Lebewesen, wie z.B. Gottesanbeterinnen, entdeckt und sind auf weitere Entdeckungen und Erlebnisse gespannt.

Es kann losgehen!